Im Zeichen des Wals

Datum: 31.03.2014
Wetter: Miestwetter
Mittagsposition: Azoren/ Faial/ Horta
Autor: Thommy

Der ganze Tag heute stand im Zeichen des Wals. Erst hielt Paul sein Referat, das unglaublich interessant war. Danach hatten wir Besuch. Pedro vom Whale Watching wollte uns auch noch etwas über seine Lieblingstiere erzählen, die sehr große Chancen haben, auch die Lieblingstiere von sehr vielen Kusis zu werden. Vor allem, als er uns selbst geschnittene Videos von abtauchenden Walen, wild umherschwimmenden Delphinen und Audios von Walgesängen zeigte.
Nach dem Mittagessen ging es dann weiter zum Walmanufakturmuseum, wo uns Lea etwas über die Geschichte des Walfangs erzählte. Diese Tiere sind schon sehr faszinierend, v.a. beeindrucken mich ihre Kommunikationstechnik und ihre Fähigkeit, bis zu eineinhalb Stunden die Luft anzuhalten. Von Lea erfuhren wir dann auch, wie stark die Wale heute, trotz Fangverbot, immer noch gefährdet sind und fanden es echt erschreckend. Wenigstens hatte Lennart eine gute Nachricht für uns: den Japanern wurde das Walfangen zu Forschungszwecken jetzt verboten.
Damit verstreuten wir uns in unseren freien Nachmittag. Meine Gruppe ging noch einmal an den Strand. Auf dem Rückweg wurde der Wind so stark, dass wir uns sogar in die Luft legen konnten. Weiterlesen

Logbuch vom 17.03.2014

Wir befinden uns heute am Montag, den 17. März 2014 um 18.00 Uhr BZ (21.00 Uhr UTC) auf der Position 32°58,4`N und 052°44,6`W. Mit Wind aus SE 4 laufen wir bei Sonnenschein mit vereinzelten Wolken unter Maschine Kurs 095° mit 4,5 kn. Die Lufttemperatur beträgt 18,5°C, die Wassertemperatur 19,5°C.
An Bord sind alle wohlauf, die Stimmung ist gut und die letzten Anzeichen von Seekrankheit sind verflogen. Überdies haben sich alle wieder gut in den allgemeinen Bordalltag mit Wache gehen, Praktika, Backschaft und Unterricht eingefunden.

Aufgrund eines Hochdruckgebietes über dem Nordatlantik, welches uns Winde aus östlicher Richtung beschert, fahren wir seit Samstag mit Maschinenunterstützung. In den kommenden Tagen soll der Wind weiter Richtung SSW drehen, so dass wir hoffen, bald wieder auf Segelbetrieb umstellen zu können. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erwartet uns wieder eine Kaltfront.
Am letzten Samstag traf sich die gesamte Besatzung nach Großreinschiff zum gemeinsamen traditionellen Besanschot an bei herrlichem Sonnenschein auf dem Achterdeck. Zum Tagesabschluss fand ein Kinoabend in der Messe statt. Am folgenden Sonntag konnten neben Delfinen kurzzeitig wieder zwei riesige Wale beobachtet werden. Leider konnten die beiden Exemplare nicht weiter bestimmt werden, da sie unsere Route nur kurz kreuzten. Nachdem heute die erste Unterrichtsgruppe ihren Chemietest geschrieben hat, ist die zweite Unterrichtsgruppe aus dem naturwissenschaftlichen Zweig noch fleißig für ihren Chemietest morgen früh am lernen.

Bis zu den Azoren sind es noch 1223 sm.

Andreas Holz, Projektleiter und Detlef Soitzek, Kapitän

Wale, Delfine und Müll in Sicht

Datum: 28.11.13, Donnerstag Mittagsposition:  ? = 20° 10,3′ N  ?= 022° 03,9′ W Etmal: 126 sm Wetter: Lufttemperatur: 23°C, Wassertemperatur: 23,5°C, Wind: SSW 1-2 AutorIn: Lucia

Mein Tag begann eigentlich schon gestern, als ich um 22.30 Uhr zu meiner Wache um 23.00 Uhr mit der Info geweckt wurde, dass es draußen zwar nicht so kalt sei, aber dass es regnete. Ich zog mir also meine Öljacke an, die in letzter Zeit wirklich kaum Verwendung findet und ging hoch. Bei der Wachübergabe wurde ich spontan zur Wachprinzessin erklärt und musste somit die Aufgaben verteilen. Erschwerend kam hinzu, dass wir nur zu viert waren und es erst meine erste reduzierte Fahrwache war. Es ist gar nicht so einfach, alle Posten zu besetzen, wenn man nur zu viert ist. Das heißt jeder (außer dem Wachführer) muss zwei halbe Stunden ans Ruder, eine Maschinenronde gehen und mindestens eine halbe Stunde in den Ausguck. Aber eigentlich hat es auch Vorteile, nur so wenige zu sein, weil man dann immer das Gefühl hat, gebraucht zu werden und nicht nur die halbe Wache nichts-tuend auf der Backskiste verbringt. Letztendlich habe ich es auch geschafft, alle passend einzuteilen. Um 2.00 Uhr freute ich mich aber doch auf mein Bett und vor allem darauf, endlich einmal wieder bis 9.30 Uhr durchzuschlafen. Ich wachte also ausgeschlafen auf und zum Seemannssonntags-Frühstück gab es neben Erdnussbutter und Nutella auch Croissants. Weil wir die letzten beim Frühstück waren, durften wir sogar den Obstsalat aufessen und jeder eineinhalb Croissants haben. Danach hatten wir bis zu unserer Wache frei. Wir waren wieder nur zu viert, also hatten wir wieder alle Hände voll zu tun. Auf einmal tauchten Wale am Horizont auf. Wir schätzten sie auf 30 bis 40 Stück ein. Weiterlesen