Abstecher Helgoland

Datum: 22.04.14, Dienstag
Mittagsposition: 54°10,6’N; 007°53,8‘E
Etmal: 89 sm
Wetter: Wassertemperatur: 10°C; Lufttemperatur: 9,5° C; Wind: ENE 3
Autor: Alexandra

Trotz all dem Wind, der die ganze Zeit gegen uns war, hatten wir doch noch einen so großen Puffer, dass wir die schöne Insel Helgoland besuchen konnten. Wir waren erstaunt, als Zoe, unsere Kapitänin, uns diese Nachricht überbrachte, denn während meiner Wache waren nicht nur der Wind, sondern auch die Gezeiten gegen uns, sodass wir trotz Maschine auf Hochtouren nur langsame 2,5 Knoten gelaufen sind. Letztendlich hatten wir sogar noch so viel Zeit, dass wir es uns leisten konnten, einen kleinen Umweg zu fahren, um damit die Chance zu nutzen, noch ein letztes Mal die Maschine auszuschalten und zu segeln. Jeder an Bord freut sich immer über diesen Moment. Die Maschine wird runtergedreht, sie rödelt noch ein bisschen herum und dann – Stille. Einfach nur Stille. In diesem Moment merke ich immer, wie ich mich automatisch entspanne. Aber auch mit Segeln waren wir nicht sonderlich schnell und bald mussten wir unseren lauten Freund auch wieder anstellen, um im Hafen von Helgoland gut manövrieren zu können.
Auf ein Einlaufen folgt zwangsweise ein Großreinschiff. Meine Wache hat gerade die Station Deck. Hierzu gehört vor allem das ganze Messing zu polieren. Polieren, ja das ist eine „schöne“ Arbeit… kommt gleich nach Bodenplatten aus der Maschine bürsten. Obwohl, man muss schon sagen, man sieht was man tut. Mit dem Polieren von Kompass, Ruderlagenanzeiger, Drehzahlregulierungsrädchen, Maschinenhebel, Typhon und diversen Schiffsglocken – ok, zwei Schiffsglocken – ist man schon eine ganze Weile beschäftigt, vor allem, wenn ein paar Tage die Arbeit vernachlässigt wurde. Weiterlesen

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