Anjas Geburtstag

Datum: 15.03.2014
Mittagsposition: 32°02,6’N ; 064°53,1’W
Etmal: 103 sm
Wetter: Lufttemperatur: 21,5°C, Wassertemperatur: 22°C, Wind: NW 3
Autor:  Kevin

Heute bin ich wieder um 7:00 Uhr geweckt worden, um anschließend zu frühstücken. Das ist das besondere an Wache 4: man frühstückt vor der Wache.
Danach erschien wieder nur die halbe Besatzung zur Wache, weil die andere Gruppe Unterricht hatte. In der Wache musste ich zuerst den Innenklüver packen und weil das noch nicht genug war, durfte ich dann auch noch die Breitfock und die Mars packen. Das ist gar nicht so einfach bei Seegang, da es da oben schon ordentlich wackeln kann.
Zur „Belohnung“ gab es dann eine Zimtschnecke, das lag aber eher daran, dass Anja heute Geburtstag hatte, aber dazu komme ich später.
Sonst gab es in der Wache wenig Spektakuläres, bis darauf, dass Delfine gesehen wurden, die ich aber leider verpasst habe, da ich da gerade im Rigg arbeitete. Nach der Wache gab es dann leckeres Mittagessen und im Anschluss war Großreinschiff. Alle stürzten sich voller „Begeisterung“ auf die Eimer und Lappen und in meinem Fall auch auf die Handschuhe, Kloreiniger und am liebsten auch auf Nasenklammern – leider gibt es diese Erfindung hier an Bord noch nicht, obwohl es vielen das Putzen sehr erleichtern würde. Weiterlesen

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Logbuch vom 14.03.2014

Wir befinden uns heute am Freitag, den 14.03.2014 um 19.00 Uhr BZ/ 22.00 Uhr UTC auf der Position 33°05,2`N und 059°12,1`W.  Bei NNW Wind 6-7 laufen wir mit Sturmbesegelung Kurs 080° und 6,3 kn. Bei sehr grober achterlicher Windsee und Dünung und entsprechenden Schiffsbewegungen gibt es leider auch wieder einige Seekranke an Bord. Die Lufttemperatur beträgt 16°C, Wasser 20°C.

Letzte  Nacht hat uns eine Kaltfront mit heftigen Regenschauern und entsprechender Winddrehung passiert. Deshalb mußte um 03.00 Uhr Bordzeit mit der Fahrwache und zusätzlichen Helfern eine Halse gefahren werden.
Neben Wache, Backschaft und Reinschiff hat heute trotz widriger Wetterbedingungen der Unterricht für diese Etappe begonnen. Wegen des nächtlichen Manövers startete der Unterricht  allerdings erst am späten Vormittag.
An Deck sind alle Wachgänger bei den deutlich abgekühlten Temperaturen warm eingepackt und mit Ölzeug, Gummistiefel und Sicherheitsgurt ausgerüstet. Der Unterricht findet nur noch unter Deck statt. Alle genießen nach dem Landaufenthalt an Bord wieder das leckere selbstgebackene Sauerteigbrot. Da es gestern zur Neige zu gehen drohte, fand sich trotz widriger Wetterbedingungen in aller Frühe eine freiwillige Brotbackschaft.

Bis zu den Azoren sind es noch 1523 sm.

Detlef Soitzek, Kapitän und Andreas Holz, Projektleiter

Logbuch vom 12.03.2014

Wir befinden uns heute am Mittwoch, den 12.03.2014 um 21.00 Uhr UTC (17:00 Uhr LT) auf der Position 32°23,8`N und 064°32,8`W mit Kurs 110° und 5 kn unter Segeln. Wind
SSW 4, Lufttemperatur 21,5°C und mäßig bewölkt.

Um 14:00 Uhr LT haben wir heute den Hafen von St. George – Bermuda verlassen und befinden uns nun auf der von allen gespannt erwarteten zweiten Atlantiküberfahrt.

Nachdem wir am 05.03.2014 sicher im Hafen von St. George eingelaufen waren, wurde die Thor Heyerdahl am Abend nach einem Großreinschiff vom Schülerkapitän Kai wieder an Detlef Soitzek übergeben. An den folgenden Tagen stand neben einer Fahrradtour und der Besichtung der Hauptstadt Hamilton auch Schulunterricht auf dem Programm. Zudem konnten sich alle an Land erholen und auf die Nordatlanktiküberquerung vorbereiten.

Auf der Thor Heyerdahl wurden am gestrigen Tag und heute morgen fleißig alle anliegenden Schiffsarbeiten erledigt und das Schiff für die Überfahrt seeklar gemacht. Zudem wurden neben einem „Feuer-an-Bord-Manöver“ und einer Sicherheitseinheit zum „Verlassen-des-Schiffes“ nach dem Auslaufen noch ein „Person-over-board-Manöver“ durchgeführt.

Am Freitag wird die letzte Unterrichtsphase beginnen, auf der die Schüler auf ihren Heimatunterricht vorbereitet werden. An Bord sind alle wohlauf.

Bis zu den Azoren sind es noch 1786 sm.

Andreas Holz, Projektleitung und Detlef Soitzek, Kapitän

Unbegreiflich!

Datum: 08.12.2013
Mittagsposition: 13°23,4′ N; 044°43,6′ W
Etmal: 119 sm
Wetter: 25,5°C, Wassertemperatur: 27°C, Wind: NE 5
AutorIn: Sophia

Ich sitze auf einer Backskiste des Achterdecks. Es ist 7 Uhr morgens und die aufgehende Sonne ist gerade dabei, die massiv aufgequollenen Wolken in pinke Marshmallows und Zuckerwatte zu verwandeln. Mein Blick ist frei. Es gibt nichts, das mir im Weg steht und meine Sicht behindert. Kein Wunder, wir befinden uns ja auch völlig in der Pampa! Hier bekommt das Wort Pampa auch eine ganz neue Bedeutung…
Für das Auge sind die gigantischen Wolkentürme zum Greifen nah – in Realität viele Kilometer weit entfernt. Man könnte meinen, dass wir uns an die weite Sicht bereits gewöhnt haben und diese als alltäglich empfinden. Bei manchen ist das vielleicht der Fall; bei mir sicher nicht! Also sitze ich hier, wie jeden zweiten Morgen, gefesselt von dem atemberaubenden Panorama, nicht fähig zu begreifen, wie weit ich tatsächlich sehen kann und wie riesig diese Wolkenmassen wirklich sind. Weiterlesen

Crossing the South Atlantic Ocean

Since leaving Tenerife we have been following the course to the Caribbean Island Grenada over the North Atlantic Ocean. On Tenerife we bought tons of food and filled all our tanks to have enough to eat and drink during the four weeks we have to sail without stopping anywhere. Unfortunately, we had nearly no wind and our sails were hanging around nearly useless, so we had to sail with our engine running. If we can believe the weather forecast, we will not get more wind the next days, but we hope that, as it is often the case, the weather forecast isn’t right.

Indeed, you don’t need much skill to sail the course we do. There are no storm-winds and the wind is blowing straight from the North-East, so we can leave our sails in the same position for the whole way across the Atlantic. In theory. In practice, we had even southerly or westerly winds sometimes. One night we had a little storm so that we had to get the sails off. One day later, we didn’t have any wind at all, so we were sailing with our engine running and without any sail set. It’s like the weather doesn’t like us. Weiterlesen

Atlantic Ocean Baptism

The Atlantic Ocean Baptism is a special kind of baptism. Not a religious one, but one which is important for sailors. In fact it does not really exist. Only the Equator Baptism exists. But we do not sail across 0°, instead we celebrate the crossing of 40° latitude West. It is important for sailors because it goes back to an old tradition. A long time ago, the Portuguese were afraid of crossing the Equator, so they thanked God when it worked. They thought they would reach the end of the world.
On the 7th of December and 27° C, we got a message in a bottle in which there was the invitation to our baptism. The paper was very old and had burn marks. It was all very mysterious. On the day of our baptism, we waited in our common room and one by one Detlef – our captain – called our „old“ names. Everybody was excited and we sang a lot of songs very loudly to get courage. Especially the people who were called late were very nervous because they had to wait up to three hours in the very hot common room. Weiterlesen