Reiserückblick: Ein Interview

Interviewt wird Malte, der zwischen Mexiko und den Azoren Steuermann auf der Thor Heyerdahl war.

Malte, wie hat dir die Zeit auf der Thor Heyerdahl gefallen?
Gut! Das sagt eigentlich alles aus.

Und würdest du nochmal mitsegeln?
Ja.

Was war denn dein Highlight während dieser Reise?
Mein persönliches Highlight war das Verholen in Horta.
Und warum?
So ein Manöver mit einer Leine quer durch den Hafen habe ich auch noch nie gesehen.

Wie stufst du die nautischen Fähigkeiten der Schüler ein?
Dafür, dass Ihr Nautik nicht studiert habt, besitzt Ihr ein großes Fachwissen.

Du hattest doch sicher einige Erwartungen an KUS. Welche Überraschungen hast du hier erlebt?
Obwohl ich eine sehr selbstständige Schiffsübergabe erwartet habe, bin ich trotzdem sehr positiv überrascht gewesen. Außerdem hat mich das relativ gute Wetter überrascht, da ich deutlich schlechteres Wetter erwartet hatte. Dass die 6 Wochen so schnell vorbeigingen, habe ich so nicht erwartet.

Worauf freust du dich denn jetzt, unmittelbar vor deinem Heimflug, am meisten?
Auf meine Arbeit!
Was machst du denn beruflich?
Ich bin 1. Offizier auf einer Nordsee Autofähre nach Borkum.

Danke für das Interview und gute Heimreise!

Thomas und Benjamin B.

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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen…

Datum: 12.04.2014
Mittagsposition: Hafen Falmouth
Etmal: –
Wetter: viel zu kalt!
Autor: Carina

Die Motivation aufzustehen ist unglaublich gering, wenn man mit folgenden Worten geweckt wird: „Guten Morgen liebe Carina, es ist zehn nach zwei, in zwanzig Minuten beginnt deine Ankerwache, draußen ist starker Wind und es ist mega kalt, zieh dir mindestens drei Pullis an und unbedingt Ölzeug, weil es regnet…“
Die Nachtwache mit Jakob wurde länger und länger, aber mit einer Blackstory nach der anderen verkürzten wir die Zeit, bis die nächsten Wachgänger endlich übernehmen konnten und wir uns wieder auf unsere warmen Kojen freuen durften. Nach nur drei Stunden Schlaf musste ich mich ein zweites Mal heute aus dem Schlafsack quälen. Gestärkt mit leckerem Frühstück machten wir ein kurzes und knackiges Reinschiff, sodass wir mit den anstehenden Schiffsarbeiten pünktlich loslegen konnten. Also verteilten sich bunte Blaumänner über das ganze Schiff: Oben im Rigg wurden die Segel ausgemessen, an Deck wurde entrostet und geprimert, was das Zeug hält und unter Deck wurde der Proviant umgeräumt. Auch die Beauftragten machten ihre Jobs, sodass den Vormittag über die Sicherheitscrew die Sicherheitsbojen und Feuermelder auf Funktionsfähigkeit testete und die Navibeauftragten Seekarten ausradierten, wegstauten und für die kommende Etappe bereitlegten. Das ganze Schiff war in die Arbeit vertieft, einige waren sogar so laut am Rostklopfen, dass ein konzentriertes Arbeiten für unsere Lehrer unter Deck nicht mehr möglich war. Deshalb saßen sie mit Mickeymäusen auf den Ohren im Salon und tippten Zeugnisse. Weiterlesen