Schon wieder seekrank?

Datum: Fr, 14.03.14
Mittagsposition: 33°03,8’N 060°03,7’W
Etmal: 133sm
Wetter: 18,5°C Luft, 20,5°C Wasser, 5-6 NW Wind
Autor: Theo

Hallöchen liebe Leserinnen und Leser,
dieser Freitag war für mich vor allem durch eins bestimmt, die Seekrankheit. Mich hat es zwar auf der ersten Etappe auch schon ein paar Mal erwischt, aber danach kein einziges Mal mehr. Erst jetzt nach den Bermudas hat sie mich wieder eingeholt.
Angefangen hat es in der Nachtwache, 23:00 – 02:00 Uhr. Da war mir schon von Anfang an leicht schummerig und es wurde im Verlauf der Wache noch schlimmer. Soweit, dass ich mich am Ende der Wache dann auch übergeben musste. Letztendlich ist das alles gar nicht so schlimm, da es einem, nachdem man sich übergeben hat, deutlich besser geht. So war es dann auch und ich fühlte mich echt besser als davor. Wenn man aber runter in die Messe kommt, wo einem die stickige und gefühlt schon tausendmal eingeatmete Luft entgegen schlägt, versucht man sich nur noch so schnell wie möglich hinzulegen, denn sobald man liegt, geht es meist wieder. Also schnell aus der Ölzeugjacke raus, aus dem Gurt raus… Das ganze dauerte bei dem Seegang aber auch so lange, dass es noch schlimmer wurde, also schnell hoch und über die Reling gebeugt. Naja, wenigstens war es danach vorbei. Weiterlesen

Logbuch vom 14.03.2014

Wir befinden uns heute am Freitag, den 14.03.2014 um 19.00 Uhr BZ/ 22.00 Uhr UTC auf der Position 33°05,2`N und 059°12,1`W.  Bei NNW Wind 6-7 laufen wir mit Sturmbesegelung Kurs 080° und 6,3 kn. Bei sehr grober achterlicher Windsee und Dünung und entsprechenden Schiffsbewegungen gibt es leider auch wieder einige Seekranke an Bord. Die Lufttemperatur beträgt 16°C, Wasser 20°C.

Letzte  Nacht hat uns eine Kaltfront mit heftigen Regenschauern und entsprechender Winddrehung passiert. Deshalb mußte um 03.00 Uhr Bordzeit mit der Fahrwache und zusätzlichen Helfern eine Halse gefahren werden.
Neben Wache, Backschaft und Reinschiff hat heute trotz widriger Wetterbedingungen der Unterricht für diese Etappe begonnen. Wegen des nächtlichen Manövers startete der Unterricht  allerdings erst am späten Vormittag.
An Deck sind alle Wachgänger bei den deutlich abgekühlten Temperaturen warm eingepackt und mit Ölzeug, Gummistiefel und Sicherheitsgurt ausgerüstet. Der Unterricht findet nur noch unter Deck statt. Alle genießen nach dem Landaufenthalt an Bord wieder das leckere selbstgebackene Sauerteigbrot. Da es gestern zur Neige zu gehen drohte, fand sich trotz widriger Wetterbedingungen in aller Frühe eine freiwillige Brotbackschaft.

Bis zu den Azoren sind es noch 1523 sm.

Detlef Soitzek, Kapitän und Andreas Holz, Projektleiter