Unsere Zeit in Havanna!

Es blitzt! Mit jedem Blitz sieht man einen anderen Teil der Großstadt. Es ist dunkel und man sieht, wie die ersten Lichter in den Häusern ausgehen. Wir sind in Havanna. Von der Dachterrasse des Hotels hat man einen wunderbaren Ausblick. Die Großstadt, in der sonst so viel Trubel herrscht, kommt langsam zur Ruhe. Die letzten Straßentrommler packen ihre Sachen und gehen nach Hause. Nach der Fahrt von Pinar del Rio nach Havanna fallen auch wir KUSis müde in die Betten.

Fünf Tage später, nach der Kleingruppenexkursion, sind wir wieder hier. Alle Köpfe sind voll von neuen Erlebnissen, alle erzählen sich begeistert viele Geschichten. Aber das ist jetzt eine andere Story. Wir möchten euch heute von der Stadt Havana berichten. Am Mittwoch waren wir beim ICAP-Institut (Instituto Cubano por la amistad con los pueblos; vergleichbar mit einem Völkerverständigungsinstitut), unser Zauberwort, wenn wir in irgendeine Ausstellung umsonst reinkommen wollten. Dort hörten wir einen Vortrag und führten danach ein Gespräch mit unserem Referenten über Kubas politisches System. Weiterlesen

Typisch Kuba

Was für uns typisch Kuba war? Wahrscheinlich verbinden viele von uns mit Kuba vor allem Ausrufe, wie:

„Warschau Schlaglo-o-o-o-och!“ „Schau mal das Auto an!“ „¿Taxi? ¿Taxi?“ „Ks Ks“ „Linda!“ „¿De dónde son?“ „Beautiful!“ „Bailando“ „Alemania – alles klar?“ „Cigar? Good Price!”

Das war typisch Kuba. Aber auch so viel mehr. Der Ausruf „Warschau Schlagloch“ entstammt unserer Fahrradtour zu Beginn unseres Kubaaufenthaltes. Während dieser am Anfang noch im Sekundentakt zu hören war, definierten wir am Ende der Tour nur noch 30cm tiefe Löcher auch wirklich als Schlaglöcher und somit als erwähnenswert. Auf der Fahrradtour entdeckten wir auch erstmals die für Kuba typischen alten Autos, welche uns sofort an die daheim gebliebenen, autoverrückten Brüder und Väter denken ließen. Weiterlesen

Ein Tag wie jeder andere

Datum: 03.03.14
Mittagsposition: 29° 42,6′ N 067°52,8′ W
Etmal: 95 sm
Wetter: Lufttemperatur: 21,5°C Wassertemperatur: 22,5°C
Autor: Paul

Der Tag beginnt wie jeder andere auch – mit dem Wecken zur Wache. Doch heute gibt es eine kleine Besonderheit, und zwar ist die Gurtpflicht während der Wache nun aufgehoben und es ist auch schon so warm, dass man kein Ölzeug mehr braucht, sondern im T-Shirt im Ausguck stehen kann.
Die Wache verläuft ruhig, hier mal eine Sonnenstandslinie schießen, da mal eine Relingslogge (Geschwindigkeitsbestimmung). Doch gegen Ende der Wache ziehen verführerisch leckere Gerüche aus der Kombüse in Richtung Achterdeck.
Dann, Punkt zwölf, mit dem Typhon, läutet die Essensglocke. Kevin, unser Koch, hat Bratwürste mit Sauerkraut und Kartoffelpüree gezaubert, und allen Fleischessern lief schon bei der Vorstellung des Essens das Wasser im Mund zusammen.
Nach dem reichhaltigen Essen gibt es eine Schiffsversammlung, bei der unser Schülerkapitän Kai uns den weiteren Reiseverlauf, bis zur Aufdeckung des GPS-Geräts morgen, vorstellt.
Direkt danach übernimmt der Stamm die Fahrwache, sodass wir Schüler uns unseren Projektetreffen widmen können, in denen wir das Material aus Kuba auswerten und verarbeiten. Nach einer Stunde sind alle Projekte fertig, und es wird zu einer neuen Schiffsversammlung auf dem Achterdeck geklingelt. Diesmal erklärt Detlef, dass sich der Stamm getroffen und beschlossen hat, dass die Wachführer mit den Schülerwachführern und ihrer Wache eine Mitt – Schiffsübergabe – Feedbackrunde machen sollen. Weiterlesen

Kulinarische Köstlichkeiten in Kuba

Peso-Pizzen, Helados, süße Teilchen, Guaven, Ananas, Milchreis, Rührei…
Eine nahezu endlose Liste von kulinarischen Köstlichkeiten, die uns während unseres Kubaaufenthaltes begegneten.
Das mit Abstand am meisten verzehrte Gericht waren die „Peso Pizzen“. Egal ob zum Mittag- oder Abendessen oder als Snack für zwischendurch. Peso-Pizzen-Stände fand man überall und so war die Anzahl an verdrückten Pizzen riesig. Es kam schon vor, dass man an einem Tag mehr als vier (!) Pizzen aß.
Warum war die Begeisterung für diese fettigen, kleinen, mit Käse belegten Delikatessen unter uns KUSis so groß?
Natürlich spielte hier der Preis eine Rolle: die meisten Pizzen bekam man für umgerechnet 0,2 €. Außerdem waren sie schnell zu haben, extrem lecker und für die Vegetarier eine mittlerweile sehr willkommene Abwechslung zu Reis mit Bohnen. Unsere zwölf Vegetarier hatten in Kuba ein schweres Leben. Die meisten Restaurants bieten nur Fleischgerichte an und auch sonst war es eher schwierig vegetarisch zu essen. Als Ausgleich zu dem ständigen Reis fand man in den Straßen zahlreiche kleine Obststände und billige Bäckereien, die leckeres Brot und Gebäck anboten. Weiterlesen

Wie wir die Kubaner erlebten

„Taxi? Taxi?“ oder auch „beautiful“ und „linda“. Das waren die häufigsten Worte, die uns auf Kubas Straßen begleiteten. Am Ende der Reise sind wir dazu übergegangen, aufdringlichen Taxifahrern oder Kellnern Zigarren anzupreisen: „good price“. Vor allem blonde Mädchen waren ein beliebtes Ziel, weswegen ich mit meinen kurzen, dunklen Haaren dann doch ganz zufrieden war. Wenn die Kubaner einen gerade nicht heiraten wollten, haben wir sie freundlich und hilfsbereit erlebt. Egal, wen man nach dem Weg fragt, jeder möchte einen sofort hinführen. Auch unsere Antwort auf die Frage „Where are you from?“, brachte uns immer schnell ins Gespräch. „Oh Alemania, alles klar?“
Einige Kubaner an den Ständen versuchten uns wie „normale“ Touristen über’s Ohr zu hauen, während andere unseren, anfangs noch etwas holprigen, Erklärungen über das Projekt auf Spanisch lauschten. Manchmal gingen sie dann sogar etwas mit dem Preis runter. Weiterlesen

Logbuch vom 03.03.2014

Wir befinden uns heute am Montag, den 03.03.2014 um 12.00 Uhr BZ/08.00 Uhr UTC auf der Position 29°42,9’N und 067°52,8’W. SE 1-2 laufen wir unter Segeln mit Maschinenunterstützung Kurs 090° und 4,1 kn.
Luft 19,5°C und Wasser 22,5°, leichte Bewölkung . An Bord sind bis auf einige Seekranke und Erkältete alle wohlauf.

Nachdem am Donnerstag der Geschichtstest geschrieben wurde, konnte der Fokus nun auf die bevorstehende 2.Schiffsübergabe gerichtet und zahlreiche Bewerbungen für die einzelnen Posten geschrieben werden.
Am Samstag morgen fand Großreinschiff statt, damit die Thor in einwandfreiem Zustand, bereit für die Übergabe war. Auf die spannende Bekanntgabe der Positionen erfolgte schließlich die Übergabe an den neuen Schülerkapitän Kai, die Projektleitung Charlotte und Lea und die Schülerstammbesatzung. Außerdem wurden alle GPS-fähigen Geräte ausgeschaltet, abgegeben oder abgeklebt, da nun nur noch astronomisch navigiert werden soll .
Die weiteren Positionen wurden folgendermaßen besetzt:
Bootsman ist David, Proviant Alex, Maschinisten sind Lena, Melanie und Theresa, Wachführer sind Carina, Constantin, Amara und Simon, Copi sind Clara S., Sophia, Freddy und Silas. Diese Schiffsübergabe wird Kevin als Koch für die kulinarische Versogung  Gemeinsam gab es dann noch Besan-schot-an in der Messe und die Fahrwache trat unter neuer Leitung ihren Dienst an.
Aufgrund des plötzlich stark auffrischenden Windes wurde den Schülern der Start erschwert.
In der unruhigen Nacht auf Sonntag entstand ein  Riss in der Breitfock, die aufgrund dessen geborgen werden musste. Somit ist nun auch für ausreichend Arbeit für den Schülerbootsmann gesorgt.
Am Morgen schossen die Steuermänner und der Kapitän das erste Mal während ihrer Dienstzeit die Sterne, um so unsere Position zu ermitteln.
Allgemein herrscht eine gute Stimmung an Bord, weil alle motiviert sind das Schiff zu den Bermudas zu bringen.

Bis St. George`s Harbour/Bermudas sind es noch 335sm.

Kai, Schülerkapitän, Charlotte und Lea Schülerprojektleiter