C, M, S und Y sitzen in der Bib…

Datum: Freitag, 28.02.2014
Mittagsposition:  29°05,5 N, 074°14,2 W
Etmal:  119sm
Wetter:  Lufttemperatur: 21°C Wassertemperatur: 23°C Wind: 2SSW
Autor: Melli

C: „ Soll ich dass jetzt machen oder nicht?“
M: „Also ich fänds richtig witzig, aber warum schreibst du Dr. Vierbackbordunten?“
C: „ Ich mag meinen Namen nicht…“… „Soll ich das jetzt wirklich machen?“
M: „Ja, mehr als wenn du es nicht machst, passiert auch nicht.“
C: „ So, dann gebe ich es jetzt ab.“
S: „ Melli, lies das mal, passt das so?“
M liest.
M: „ Ja klar! Ist doch endgut!“
S: „ Meinst du? Ok, dann muss ich mich jetzt beeilen…“
Y: „ Was macht ihr da eigentlich für eine Arbeit? Das ist doch sau unwichtig…“
M: „Tja, wir sind halt Mädels…“
Y: „ Ich bin dann mal weg…“ Weiterlesen

Advertisements

Che und Fidel im kubanischen Alltag

Unsere Radtour hatte in den kleinsten Dörfern an der Küste Kubas angefangen, damals hatten die meisten von uns noch keine genauen Vorstellungen von Kuba und dem dazugehörigen Kommunismus. Aber nach einigen Tagen haben wir schon deutlich gemerkt, was für eine wichtige Rolle Che und Fidel hier spielen. Consti, der das Referat über Ernesto „Che“ Guevara gehalten hatte, hatte uns gleich zu Beginn des Kubaaufenthaltes gebeten, auf die vielen Plakate und Bilder an den Straßen zu achten. Denn an den Hauswänden findet man hier überall bunte Zeichnungen und Zitate von den beiden Revolutionären. Ein Großteil von uns hat während der Zeit, die wir auf den Fahrrädern verbracht haben, die vielen Plakate gezählt und keiner von uns wird jemals das berühmteste Zitat Ches vergessen. HASTA LA VICTORIA SIEMPRE (Immer bis zum Sieg). Aber auch die Hotels, in denen Fidel schon genächtigt hatte, rühmen sich mit dieser Tatsache und vielen Bildern, die das bestätigen.
Während der Zeit, die wir mit den Schülern der Friedrich-Engels-Schule verbracht haben, haben wir schon bald bemerkt, dass die Lebensläufe der beiden historisch wichtigsten Personen Kubas in ihren Köpfen fest verankert sind – bis ins kleinste Detail. Sich im offiziellen Rahmen mit den Schülern zu unterhalten, ohne dass die Wörter Che, Fidel, Revolución und Kommunismus fallen? Unmöglich! Weiterlesen

Casas particulares

Nach unseren Häusern in Deutschland ist die Thor der Zweitwohnsitz von uns KUSis. Das ist gut so, wir lieben es auf unserer Thor zu schlafen, zu essen, zu lernen, zu kochen und Wache zu gehen. Sie ist einfach unser zweites zu Hause geworden. Doch was machen wir, wenn wir einmal nicht auf der Thor wohnen können, weil wir z. B. an Land sind? Wir suchen uns eine andere Bleibe. Während unserer Reise haben wir schon mit und bei vielen unterschiedlichen Leuten gelebt und konnten nebenbei in ganz verschiedene Kulturen eintauchen. In Grenada waren wir in 1er-, 2er- oder 3er-Gruppen in Gastfamilien untergebracht und haben für ein paar Tage Einblicke in das grenadinische Leben bekommen. In Panama haben wir erst in einem Dschungel-Camp, dann in einem Hostel in der Metropole Panama City, darauf einzeln in Gastfamilien in der panamaischen Kleinstadt Boquete und als letztes in Holzhütten bei einem indigenen Stamm gewohnt. Die Eindrücke und der Austausch mit den jeweiligen Gastgebern war zum Teil ziemlich intensiv und man hat Panama zu verstehen gelernt.
Auf Kuba haben wir bisher nur in Hotels gewohnt, da unser Programm von der ICAP organisiert war. Im Rahmen der Kleingruppenexkursionen sollen wir nun auch das andere Leben Kubas sehen. Lotte und ich (Tommy) fahren mit unserer Gruppe, bestehend aus sieben Schülern und Domi als Lehrer, nach Santa Clara. Die Exkursion sollten wir schon auf der Überfahrt von Panama nach Kuba planen. In Vinales, einem Stopp auf unserer Kuba-Tour, hatten wir dann Zeit uns eine Bleibe für die fünf Nächte, die wir in Santa Clara verbringen, zu organisieren. Aus einem Reiseführer hatten wir uns einige Casas particulares herausgesucht. Weiterlesen

Praktikum beim Bootsmann

Datum:27.2.14
Mittagsposition: 28°38,9´N 076°24´W
Etmal: 115sm
Wetter:  Wind:NW 4-5 Lufttemp: 22,5°C Wassertemp: 22,5°C
Autor: David

Mein Tag begann mit meinem Bootsmann – Praktikum, das ich seit einigen Tagen habe. Ein Glück, denn so kann ich mich doch noch als Bootsmann bei der Schiffsübergabe bewerben. Einen Tag vor Einsendeschluss der Bewerbungen. Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht. Schon die ganze Zeit über, die ich auf der Thor nun dabei bin, interessiere ich mich für das Amt des Bootsmanns. Das Highlight war für mich während dem Praktikum das Segelnähen. Man hat nicht immer die Möglichkeit, einen Vier-Meter-Flicken auf das Schonersegel zu nähen – und auch nicht die Zeit: Von 18.30 bis 23.15 Uhr haben wir gebraucht, um den Schoner wieder funktionstüchtig zu machen. Mit Stirnlampen saß ich also mit Janek, dem Bootsmann, auf der Ladeluke. Der Seegang, der heute deutlich zugenommen hat, erschwerte unsere Arbeit zusätzlich. Mein Praktikum wurde jedoch nach dem Mittagessen unterbrochen. Wieso? Ein „heiß“ begehrtes Ereignis stand mal wieder für uns an:
Dieses Mal waren es nicht die Fragebögen von der Uni, die mich befragen, wie es mir geht, sondern wieder ein Test: Geschichte. Weiterlesen

Fortbewegung Kuba

„Taxi? Taxi?“ – so wurden wir auf Kuba immer begrüßt. Aber Taxen sind auf Kuba nicht zu empfehlen, denn obwohl alle Taxifahrer sehr überzeugt „good price, good price!“ behaupten, kann man sich hier auch deutlich günstiger fortbewegen. Dennoch hat es einen Reiz, mit den Oldtimern von Kuba zu fahren. Wie unsere Reiseführerin Lala uns erzählte, sind die alten kubanischen Autos noch aus den Jahren 1920-1959 und trotzdem in einem echt gutem Zustand. Sie gibt es in allen Regenbogenfarben und sie werden von den Kubanern liebevoll auch ‚Almendros‘ (dt. Mandeln) genannt.
Empfehlenswert sind auch die Lastwagen, auf denen man so richtig „kubanisch“ reisen kann. Für diese bezahlt man umgerechnet etwa drei Cent und kommt fast überall hin. Damit ihr davon erst einmal eine kurze Vorstellung bekommt, hier eine kleine Beschreibung:
Hinter dem Fahrerhäuschen ist eine Tür zum Passagierbereich, in dem auf zwei Holzbänken an den Seiten ca. zehn Leute sitzen können. Dennoch fahren in diesen LKW’s meistens mindestens 30 Leute mit, die sich in der Mitte zusammendrängen. Jederzeit kann man eine Klingel läuten, um auszusteigen. Allerdings ist es oft ziemlich schwer zu erkennen, wo man sich gerade befindet, weil der LKW-Fahrer die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht ganz so ernst nimmt, die Fenster doch etwas zu klein sind und der LKW kein Schlagloch auslässt. Das führt dazu, dass leichte Menschen (wie zum Beispiel wir beide) öfter mal einfach abheben. Weiterlesen

Rund um den Tabak

Während unserer Fahrradtour waren wir schon an vielen großen grünen Feldern vorbeigefahren, auf denen Tabak angepflanzt wurde. Deshalb wurde es in Viñales dann auch höchste Zeit, mal eine Tabakplantage zu besichtigen und mehr über Tabak und die Zigarrenproduktion zu erfahren! Zuerst wurden wir auf dem Land des Tabakbauerns herumgeführt und sahen dort Tabak in unteschiedlichen Erntedurchgängen. Einmal waren die Pflanzen noch unversehrt, das andere mal fehlten die großen unteren Blätter. Danach besuchten wir das Casa del Tabaco. Eine einfache Holzhütte mit Palmblättern als Dach.
Je frischer die Tabakblätter, desto weiter unten hängen sie auf Stöcken quer durch das „Tabakhaus“. Durch das Trocknen entfalten die Blätter ihr Aroma und nehmen eine bräunliche Farbe an. Im Gegensatz zu normalem Laub, werden die Blätter nicht trocken und zerfallen, sondern werden immer weicher, flexibler und zarter. Nach dem 90-tägigen Reifeprozess werden die Blätter abgehängt und fermentiert, das heißt, dass die Blätter gestapelt werden. Während diesem Prozess erhitzen sich die Blätter und müssen danach umgeschichtet werden. Während dieser Zeit entwicket sich erst das typische Aroma der Zigarre. Die längste Zeit benötigt die Lagerung, die durchschnittlich 2-3 Jahre beanspruchen kann. Während dieser Zeit wird das Aroma intensiver.
90 Prozent des Ertrags eines Feldes gehen zwangsweise an den Staat bzw. in die staatlichen Zigarrenfabriken. 10 Prozent darf der Bauer zum „Eigenverbrauch“ behalten. Auch wir hatten die Möglichkeit, nach der Führung durch die Tabakplantage, frisch gedrehte Bauernzigarren zu kaufen. Wenn man jedoch eine Bauernzigarre und eine Cohiba nebeneinander hält, sind deutliche Unterschiede erkennbar. Weiterlesen

Kuba: Ein Land zwei Währungen

Auf unserer Reise sind uns ja schon verschiedene Währungen in die Hände gekommen. Von Pfund in England zu East Caribbean Dollar in Grenada. In Kuba kamen gleich zwei neue dazu, CUC und Moneda Nacional – zwei Währungen? Darüber haben wir uns zuerst auch gewundert und es war anfangs nicht einfach, damit klar zukommen. Die Kubaner bezahlen nahezu alles in Moneda Nacional. Deshalb zahlt man damit – auch als Tourist – an den meisten Obst- und Essensständen.
Da Kuba aber hauptsächlich vom Tourismus profitiert, haben Touristen auch ihre eigene Währung. Als Tourist muss man zuerst sein Geld beispielsweise von Euro in CUC umwechseln. Für einen Euro bekommt man hier ca. 1,3 CUC. Um sich unsere „Peso-Pizzen“, Früchte oder etwas beim Bäcker kaufen zu können, musste man seine CUC wiederum in Moneda Nacional (Pesos) wechseln.
Da muss man schon aufpassen, dass man die Scheine und Münzen in seinem Portemonnaie nicht verwechselt. Wenn man hier versucht mit einem 50 CUC-Schein zu bezahlen, wird man angeschaut, als ob man nicht mehr ganz bei Trost sei. Es ist so ähnlich, als ob man in Deutschland mit einem 200€ Schein versucht ein Eis zu kaufen. Aber die Reaktion ist verständlich, wenn man bedenkt, dass es ungefähr das Gehalt von vier Monaten ist, das ein Schüler einfach so mit sich herumträgt.
Der Grund, warum es überhaupt CUC gibt, ist folgender: Nach dem Zusammensturz des Ostblocks verlor die kubanische Währung immer mehr an Wert, der Staat brauchte aber weiterhin Devisen. Der Staat sah als einzige Möglichkeit der Besserung, die Einführung dieser zweiten Währung. Weiterlesen

Endgültiger Wetterumschwung

Datum: Mittwoch, 26.02.2014
Mittagsposition: 28° 15,7 ‚ N;  078° 31,0 ‚ W
Etmal: 120sm
Wetter: Lufttemperatur: 25,5°C; Wassertemperatur: 24,5 °C
Autorin: Zoe

Der Tag begann ganz unspektakulär. Ich war gar nicht so motiviert aufzustehen und zum Frühstück zu gehen. Trotzdem musste ich letztendlich um 8.30 Uhr beim Unterricht erscheinen. Da die Sonnensegel alle schon verstaut waren und wir das schöne Wetter aber nutzen wollten, saßen wir in der prallen Sonne und versuchten uns zu konzentrieren. Ab und zu musste man sich mit Sonnencreme einschmieren, um nicht noch am letzten schönen Tag einen Sonnenbrand zu bekommen. Im Physikunterricht kam jedoch jemand von der Fahrwache zu uns und hat uns vor eventuellen Regen gewarnt. Dieser kam dann bald und wir mussten uns leider in die Messe, eine Etage tiefer, begeben. Der Seegang hat zusätzlich begonnen und man hat gemerkt, dass es jetzt soweit ist, die kurzen Klamotten gegen Pullis oder Sonstiges einzutauschen. Die Wachen sind ab heute Nachmittag auch schon wieder in Ölzeug herumgelaufen, und nicht zu vergessen: Unsere heiß-geliebten Gummistiefel, die lange Zeit in der Unterkoje verbracht hatten!
Am Abend habe ich mich dann doch noch dazu gezwungen, mir die wichtigsten Sachen für den Geschichtstest anzuschauen. Denn wie ich festgestellt habe, ist der leider schon morgen. Weiterlesen

Friedrich-Engels-Schule

Und wieder schwangen wir uns auf die Fahrräder. Diesmal, im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen, aber nur für 3km. Mit Polizei-Begleitschutz bogen wir zur Schule ab und passierten die riesige Einfahrt. Es war schon ein komisches Gefühl dort entlang zu fahren, während die kubanischen Schüler an der Seite standen, applaudierten und jubelten. Nachdem wir unsere Räder abstellten, wurden wir von der Direktorin offiziell willkommen geheißen und auch die Schüler begrüßten uns mit einer Aufführung. Das war auf jeden Fall extrem eindrucksvoll, da wir damit auch einen Einblick bekamen, wie gut die Kubaner tanzen können. In einem Konferenzraum wurde uns das Schulsystem vorgestellt, bevor im Anschluss eine Schulhausführung stattfand. Diese war zum Teil sehr schockierend, da hier 60 Schüler in einem Schlafraum leben und Sanitäranlagen ohne höheren Hygienestandard verwenden. Da sind wir auf der Thor noch verhältnismäßig wenige Leute in einer Kammer.
Zum Mittagessen sind wir wieder zurück zum Hotel gefahren, haben unsere Sportsachen angezogen und sind ein zweites Mal am Tag zur Hochbegabtenschule gefahren. Beim gemeinsamen Sportnachmittag standen Volleyball, Basketball und Fußball zur Auswahl. Es hat total Spaß gemacht, die Schüler auf diese Art und Weise kennenzulernen, auch wenn wir im direkten Vergleich leider verloren. Weiterlesen

Tour de Cuba

Das Geräusch von 35 Fahrrädern auf einer schlecht asphaltierten Straße. An uns ziehen Tabakfelder, kleine Bauerndörfer und von der Sonne braungebrannte Bauern, Zigarre rauchend auf ihren Ochsenkarren, vorbei. Die heiße Mittagssonne brennt am wolkenlosen Himmel. Geier kreisen über den Dächern, knochige Straßenhunde streunen umher und aufgeregte Schulkinder stehen am Wegesrand. Der Geruch von Schweiß, Tabak und Staub liegt in der Luft.
All das sind Sinneseindrücke, die uns auf unserer viertägigen Fahrradtour ins Landesinnere Kubas stetig begleiteten. Die insgesamt zurückgelegten 240km gaben uns einen optimalen Einstieg in unseren 3-wöchigen Kubaaufenthalt. Wir waren uns einig, dass unsere Fahrräder das perfekte Verkehrsmittel waren, um erste Eindrücke zu sammeln und in die kubanische Kultur abzutauchen.
Gut gelaunt starteten wir unsere Tour im traumhaften Beachresort Maria la Gorda. Von dort aus ging es 90km nach Sandino, wo wir auch das erste Mal in den Genuss der inzwischen legendären Peso-Pizzen kamen. Anfangs radelten wir durch den am Meer gelegenen Nationalpark. Der erste Höhepunkt war jedoch, als wir völlig erschöpft, aber stolz, den letzten Sonnenstrahlen bergab entgegen heizten. Die nächsten Tage führte uns unser Weg weitere 90km nach Pinar del Rio und von dort aus 30km nach Viñales. Für die Fahrradübergabe fuhren wir noch einmal zurück an die Friedrich-Engels-Schule nach Pinar del Rio. Weiterlesen