Wort für Wort zum Special-Price

Datum: 31.12.13 Mittagsposition:09°34,9’N; 078°40,6’W Etmal: – Wetter: Lufttemperatur: 28,5°C; Wassertemperatur: 28°C; Wind: NE2 Autorin: Melli

Silvester begann, wie jeder andere Tag auf der Thor, mit einem alltäglichen Frühstück, welches ein wenig mit Nutella und Broten von Nalunega aufgepuscht wurde. Leider hatte ich nicht viel davon, da ich nach zwei Minuten zur Wache hetzen musste, um uns heil zu den Cayos Holandes zu bringen. Dort wollten wir für die nächsten Tage Ankern. So stand ich entspannt am Navi-Niedergang und genoss nebenbei die Aussicht auf karibische Inseln. Doch so entspannt ging es nicht den ganzen Morgen weiter, da für heute der lang gefürchtete Geo-Test angesagt war.  So wurde überall während Reinschiff darüber diskutiert, ob jetzt die Moho-Diskontinuität oder die Wichert-Gutenberg-Diskontinuität Erdkern von Erdmantel trennt und wie genau es jetzt heißt, wenn Metamorphite zu Magmatiten werden. Letztendlich werden wir ja bald erfahren, was genau jetzt stimmt. Aber egal was bei dem Test herauskommt, wir können immer von uns sagen, mal an Silvester eine Arbeit geschrieben zu haben. Weiterlesen

Einer der traurigsten und schönsten Tage unserer Reise

Datum: Montag, 30.12.2013 Mittagsposition: Breite: 09°32,0’N, Länge: 078°57,3’W Etmal: 136sm Wetter: Lufttemperatur: 29°C, Wassertemperatur: 28°C, Wind: NNE 4, AutorIn: Charlotte

„Guten Morgen, liebe Kammer 7, es ist sieben Uhr und es gibt in einer halben Stunde Frühstück! Die Sonne kommt gerade heraus und heute lohnt es sich richtig aufzustehen, denn wir treffen die Kuna-Indianer und lernen Einbaum-Segeln!“ Steuerbord oben öffnet langsam die Augen und schaut mich verschlafen an: „Sind wir schon da?“ – „Nein, leider noch nicht, aber bald. Seid ihr alle wach?“ Zur Antwort bekomme ich ein gemurmeltes „ja“ von steuerbord oben und ein genervtes Grummeln von backbord. Also verlasse ich Kammer 7 und trabe zu Kammer 8. Seit Grenada bin ich nämlich Wache 3 und wurde heute von der Wachprinzessin Emmi als Weckbeauftragte eingeteilt. Nachdem ich alle Schlafmützen an Bord mit aufmunternden Worten geweckt habe, gehe ich wieder raus zu meiner Wache. Doch als ich dieses Mal durch das Schott trete, während ich gleichzeitig aus schmerzhafter Erfahrung meinen Kopf einziehe und mein linkes Bein über die Schwelle schwinge, sehe ist da nicht nur Meer soweit ich schauen kann: Mitten aus dem nichts sind da Mini-Inseln mit Palmen! Und zwar nicht nur ein oder zwei, sondern sieben oder acht! Weiterlesen

SONNTAG-NUTELLATAG

Datum: 29.12.13, Sonntag Mittagsposition:  ? =  10°33,1’N; ?= 076°57,2’W Etmal: 162 sm Wetter: Lufttemperatur: 28,5°C, Wassertemperatur: 29°C Wind: NE AutorIn: Milena

Was ist wohl heute für ein Wochentag gewesen? Na?……Ja, genau, ihr habt richtig geraten: ein wunderschöner, warmer, sonniger Sonntag natürlich. An diesem ganz besonderen Wochentag liege ich morgens in meiner Koje und mein Körper fühlt sich vollkommen unfähig an, auch nur eine Zehe zu bewegen. Dann schleicht sich ganz leise von irgendwo ganz weit hinten in meinem Kopf dieses Wort hervor, schlängelt sich durch meine Müdigkeit und hüpft in meinem Kopf hin und her. Sonntag! Und plötzlich geht es ganz leicht. Im Nu bin ich wach und bereit fürs Frühstück. Fürs NUTELLAfrühstück! Für die Nutella habe ich hier übrigens vielerlei Verwendungen gefunden: Nutella-Brot, Nutella-Obstsalat, Nutella-Müsli, Nutella-Joghurt, Nutella-Kaffee, oder auch einfach nur Nutella pur. Im Gegensatz zu den „normalen“ Sonntagen an Bord gibt es heute jedoch mal wieder eine Besonderheit. Noch nie bin ich um die Weihnachtszeit herum so schlau geworden. Um halb neun Uhr trudeln wir alle mit unseren Schulsachen auf dem Hauptdeck ein, die Tafel wird vom Deckshaus herunter gelassen und festgebunden und unser Zuhause verwandelt sich von einem Moment auf den anderen in ein Klassenzimmer. Weiterlesen

Logbuch vom 29.12.2013

Wir befinden uns heute, am Sonntag, den 29.12.2013, um 21.00 Bordzeit (01.00 Uhr dt. Zeit) auf der Position 10°08,6´N und 077°35,9´W. Zurzeit laufen wir unter Segeln mit Maschinenunterstützung den Kurs 245° mit 6,0 kn.
Der zunehmende Schiffsverkehr in den letzten Tagen signalisierte die Nähe der kolumbianischen Küste. Vor uns (86 sm entfernt) liegt El Porvenir / Panama, die „Hauptstadt“ und Verwaltungszentrale der Kuna Indianer mit 11 Einwohnern und einer Landebahn für Kleinflugzeuge, die regelmäßig Handelsgüter und Touristen von Panama City ein- und ausfliegen.
Morgen Mittag werden wir vor der Kuna-Insel Nalunega (dicht bei El Porvenir) vor Anker gehen und in Kuna Yala und Panama einklarieren. Danach werden wir die Kuna-Insel Nalunega und Wichibuala erkunden und den ersten Kontakt zu den Einheimischen aufnehmen.
Am 31.12. werden wir früh morgens an die ca. 12 Seemeilen östlichen gelegenen Cayos Holandes mit einem vorgelagerten Korallenriff verholen, dort das neue Jahr begrüßen und einige Tage mit Schnobataso verbringen, bevor der Landaufenthalt in Panama beginnt. Die Vorbereitungen für das Silvesterfest sind schon im Gange.
Wir wünschen allen Angehörigen und Lesern einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
Dr. Ruth Merk, Projektleiterin und Detlef Soitzek, Kapitän

Zwischen den Jahren in der Karibik

Datum: 28.12.13, Samstag Mittagsposition: 11°33,6’N, 074°27,3’W Etmal: 173 sm Wetter: Lufttemperatur: 28,5°C, Wassertemperatur: 27,8°C, Wind: ENE 6-7 Autor: Thomas

Was macht man in Deutschland zwischen Weihnachten und Silvester? Man besucht Verwandte und Bekannte, hat Zeit für die Familie und ernährt sich von den Resten eines riesigen Weihnachtsessens. Man kommt runter, genießt die Ruhe, denn es sind ja Ferien. Viele Familien fahren in den Skiurlaub, denn es schneit ja. So kannten auch wir es. So war es bisher jedes Jahr. Hier auf der Thor ist es anders. Am ersten Weihnachtsfeiertag hatte ich Schule. Am zweiten habe ich für 49 Leute gekocht. Am 27. nochmal Unterricht und heute Wache. Der Alltag hat wieder eingesetzt. Und mit dem Alltag auch die Putzerei. Um eine „Insekteninvasion“ auf die  Lebensmittel und das gesamte Schiff zu vermeiden, wird so penibel geputzt wie noch nie. Samstag ist normalerweise Großreinschifftag, aber da wir in weniger als zwei Tagen auf den San Blas-Inseln ankommen (und wir da wieder putzen müssen), war die Ansage von Ruth, heute nur „sehr gründlich“ zu sein. Weiterlesen

Say Goodbye to Grenada

Datum: 22.12.13
Mittagsposition: Grenada
Etmal: 0
AutorIn: Svenja

Heute war unser letzter Tag auf Grenada und während ich dieses Tagebuch schreibe, befinden wir uns schon wieder auf dem Wasser. Da heute Sonntag ist, gab es zum Frühstück Nutella und Erdnussbutter.
Bevor wir abgelegten, stand noch der lang erwartete Kammerumzug auf dem Plan. Wir wurden eingeteilt und hatten dann jeder eine halbe Stunde Zeit zum Umziehen, aber letztendlich brauchten wir mindestens doppelt so lange. Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, ist es ziemlich stressig, wenn vier Leute in einer Kammer stehen und alle umziehen wollen. Dementsprechend sahen die Kammern aus wie ein einziges Chaos. Weiterlesen

Spanischer Markt

Datum: 27.12.13, Freitag Mittagsposition: 12°53,1′ N; 071°49,5′ W Etmal: 102 sm Wetter: Lufttemperatur: 29,5°C, Wassertemperatur: 27.5°C, Wind: ESE 6 Autor: Freddy

Der heutige Tag begann für mich mal wieder um 7:15 Uhr. Irgendwie fand ich es heute besonders schwer, aus dem Bett zu kommen, aus welchem Grund auch immer. Besonders müde und unmotiviert startete ich in den heutigen Unterricht. Zuerst dachte ich mir „och nee, nicht Spanisch“, aber der Spanischunterricht hat heute echt Spaß gemacht. Wir haben einen typischen spanischen  Markt nachgestellt, indem die eine Hälfte der Schüler die Verkäufer spielte und die andere die Touristen. Ausgerüstet mit verschiedensten Waren (Äpfel, Mango, Schmuck usw.) verteilten sich die Verkäufer auf dem Deck. Dicht gefolgt von den Touris, die mit ihrer Liste zu den Händlern loszogen. Als dann Matthias (unser Spanischlehrer) das „Ok“ gab, brach von einem Moment auf den anderen ein heilloses Chaos aus. Alle Verkäufer brüllten herum, was sie so zu verkaufen hatten. Weiterlesen

Weihnachten an Bord

Logbuch vom 26.12.2013

Wir befinden uns heute, am Donnerstag, den 26.12.2013, um 16.00 Bordzeit (21.00 Uhr dt. Zeit) auf der Position 13°19,4´N und 069°29,1´W. Zurzeit laufen wir unter Segeln den Kurs 295° mit 5,9 kn.
Weihnachten verbrachten wir dieses Jahr in der Karibischen See ca. 100 sm nördlich von der Insel Tortuga, welche zu Venezuela gehört. Nach umfangreichen Vorbereitungen eröffneten um 17.00 Uhr unsere beiden Moderatorinnen Amara und Alexandra unser Weihnachtsfest auf dem Achterdeck. Als Weihnachtsessen gab es ein internationales Vier-Gänge-Menü wie folgt: ein karibischer Aperitif „Planterspunsh“, eine italienisch-karibische Vorspeise: verschiedene Bruschette und frittierte Brotfrucht,  ein deutscher Hauptgang: Rinderbraten, Knödel und Blaukraut und eine französisch-karibische Nachspeise: Mousse au Chocolat mit Mangosorbee. Umrahmt wurde unser festliches Menü durch viele kulturelle und musikalische Beiträge als auch das Auspacken der selbstgebastelten Wichtelgeschenke. Dieses war ein besonderer Höhepunkt an diesem Abend, welcher bis spät in die Abendstunden dauerte! Alle genossen ihr erstes  Weihnachten auf See – trotz einiger stiller und/oder trauriger Minuten, in denen die Gedanken nach Hause wanderten. Eine besondere Überraschung gab es noch von Land, als wir das Plakat mit Ihren Weihnachtswünschen, liebe Eltern, aufhingen. Vielen herzlichen Dank dafür!
An den beiden Weihnachtsfeiertagen kehrte bei uns schon Alltag ein, welcher mit Unterricht, Wachegehen und Praktika gefüllt wurde.
Bis El Porvenir/Panama sind es noch 605 sm.
Dr. Ruth Merk, Projektleiterin und Detlef Soitzek, Kapitän

Arriving in the New World

It was quite a normal Sunday on the Thor Heyerdahl. At noon, the whole crew was sitting on the poop deck and listened quietly to our pupil-captain Yannik, who was explaining the schedule of the next day, before arriving in the New World. While he was talking, we sat there, the burning sun on our heads, looking at the endless sea. But suddenly somebody shouted and the silence was gone. “Land, Land in sight!” was shouted over the whole ship. And really, apart from the millions of waves we saw the last weeks, far away in the dust of the clouds, you could see the silhouette of a Caribbean-mountain. The next hours, as we slowly approached the island, we all got more and more excited. After this long time that we needed to cross the Atlantic, the imagination of beautiful islands and beaches seemed very unrealistic.
In the late evening at 11 o’clock, while I had watch, we finally arrived. In front of our ship laid a little island, less than 200 meters away in the dark. The last sails were lowered with the sound of the dropping anchor in our ears and everybody helped on deck. Of course nobody wanted to miss this great moment, when our adventure, to sail the Atlantic, came to an end. Weiterlesen

Holidays at the reef

Sailing is hard, so every sailor – even the king of all sailors Detlef – needs a break from it. We have our break here in St. Vincent and the Grenadines. St. Vincent is a Caribbean  state. After arriving and our first day at the beach (see Milenas report), we spent the evening at Lambi´s Bar. Our pupil project managers had arranged to get an all-you-can-eat buffet for 17 dollars per person plus music from a steel band, only for us. So the pupils, who are allowed to drive the dinghi, transferred us to the bar where we met the crew at seven o´clock. Lambi himself is a lovely and good-mooded guy who has always a joke upon his lips. The traditional Caribbean food was very good. After the dinner, he invited us to a limbo-contest with his two daughters. We had no chance against them, but it was so funny anyway. After the contest we kept dancing three more hours. I will always remember that night. Although my feet hurt, I felt so happy. Weiterlesen