Feststitzen in Dover

Datum: 31.10.13, Donnerstag
Mittagsposition: 51°06,753′ N; 001°19,080′ W, Dover
Etmal: 0 sm
Wetter: Lufttemperatur:13 °C, Wind: W5
Autor: Silas

Festsitzen in Dover

Habe ich verschlafen? Das haben sich heute morgen viele KUSis gedacht, als sie aufgewacht sind. Eigentlich stand heute morgen nämlich unser erstes Run & Dip an. Dabei läuft man erst eine Weile, um das Gebiet zu erkunden und danach springt man ins kühle Nass, um sich abzukühlen. Leider hat das Wetter mal wieder nicht mitgespielt und über Nacht zog ein Unwetter auf. Also musste der Frühsport leider ausfallen und es gab um 08:30 Uhr Frühstück. Gestern war noch super Wetter und die Sonne hat geschienen, aber so schnell kann sich das ändern. Typisches Englandwetter halt… Weil heute Donnerstag (Seemann-Sonntag) ist, gibt es zum Frühstück neben Brot, Obstsalat, Joghurt, Wurst und Käse auch Nutella, Erdnussbutter und Eier. Weil es nur zweimal pro Woche Nutella gibt, habe ich mich darauf riesig gefreut und wir haben zusammen mehrere Nutellagläser verbraucht. Nachdem wir Reinschiff gemacht haben, gab es um 10:30 Uhr ein All-Hands-Manöver, weil wir das Schiff vom Ankerplatz in den Hafen verholen mussten. Wir haben nämlich einen Liegeplatz an der Pier bekommen, nachdem sich das Wetter nochmals verschlechtert und unser Anker nachts schon „geslippt“ (sich bewegt) hat, weil die Strömung zu stark war. Dem Anker muss es da unten aber sehr gefallen haben, weil er nicht hochkommen wollte. Auch nach mehrmaligen Versuchen sprang der Einzylinder Deutzmotor vom Ankerspil nicht an. Nach einer Stunde klappte es dann aber doch. Mit drei anderen wurde ich vom Rescueboot an der Pier abgesetzt, um die Leinen vom Schiff annehmen zu können: ein ziemlicher Kraftakt, zehn Leinen die Pier hochzuziehen und an die richtige Stelle zu schleppen.
Unser geplanter Ausflug zum Dover Castle musste aufgrund des Manövers und des schlechten Wetters leider gestrichen werden; wir werden ihn aber morgen nachholen. Als wir unser Schiff endlich festgemacht haben, erklärte uns Detlef das weitere Vorgehen: In der nächsten Zeit werden mehrere Kaltfronten an uns vorbeiziehen, sodass wir frühestens Sonntagabend weiterfahren können. Ich habe mich wenig darüber gefreut immer noch im kalten England festzusitzen, wenn man auch im warmen Süden sein könnte. Aber wir werden das Beste daraus machen. Nach dem Mittagessen hatten wir Landgang. Weil die Piermauer wegen dem Gezeitenhub zu weit oben ist (bis zu vier Meter Differenz), können wir nicht direkt an Land gehen, sondern müssen mit dem Dinghi an einen Steg im Hafen fahren. Ich habe gestern meinen Dinghiführerschein bestanden und war aufgeregt das erste Mal mit Passagieren zu fahren. Aber es hat alles gut geklappt und viel Spaß gemacht mit dem 15 PS Motor an Land zu düsen. Danach hatte ich erst einmal Pause, weil wir die Fahrzeiten (alle 1,5 Stunden) zu dritt aufgeteilt haben. Nachdem ich meine zwei Fahrten gefahren bin, habe ich noch die Möglichkeit genutzt, beim Hafen zu duschen. Ein schönes Gefühl endlich mal länger duschen zu können. Außerdem hatte man viel mehr Platz als auf der Thor. Trotzdem fühle ich mich auf der Thor einfach wohler. Eine Sache fehlt jetzt noch. Stimmt! Halloween 🙂 Damit wir auf der Thor wenigstens ein bisschen in Halloween-Stimmung kommen, haben wir zwei Kürbisse ausgehöhlt und daraus eine Suppe gekocht. Beim Landgang haben wir auf den Straßen und in den Geschäften durch Verkleidungen, Masken und „Halloweenschmuck“ noch mehr von Halloween mitbekommen.
Jetzt freue ich mich endlich schlafen gehen zu können und auf die Backschaft morgen.
Viele liebe Grüße von Dover, SIlas

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Ein Kommentar zu “Feststitzen in Dover

  1. Thor dem Blödmann ist schon wieder der Hammer ins Wasser gefallen. Ist natürlich Schiete mit dem WETTER aber da müsst Ihr durch. Da Euer Skipper nun ein bisschen Lahm ist müsst IHR seine Wege gehen. Ein Schiff eine Crew !! Ihr schafft das schon !! Falls ihr keine Zeit für den Teide habt überlegt mal ob Ihr über Position
    28°15`48,94 N 16°50`47,40W (Westseite Teneriffa )fahren könnt. Da findet Ihr sehr interessante Ansichten des Lava Flusses an einem Steilhang mit Schichtbildung.
    Ich bin kein Geologe aber fand es sehr interessant. Der Teide ist oben nur kalt ,die Luft ist dünn und es stink nach Schwefel . Kopf hoch und ne Hand breit wünscht Dirk

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