Sturm über Ipswich

Datum: 28.10.2013
Mittagsposition: 52°02,9′ N; 001°09,8′ E – Ipswich
Etmal: 0 sm
Wetter: Lufttemperatur: 16°C, Wassertemperatur: 14°C,Wind: SW2
Autor: Jakob

Sturm über Ipswich

Obwohl wir im Hafen lagen, begann der Tag mit viel Bewegung und kratzenden Geräuschen am Schiff. Um diese näher zu erklären, genügte es, einen kurzen Blick nach draußen zu werfen. Der starke Sturm, der uns bereits zur Flucht in diesen Hafen gezwungen hatte, zog immer noch heftig an unserem Schiff vorbei.
Er verwüstete die Umgebung und riss die schön bemalte Wand um, vor welcher wir noch vor drei Tagen ein Gruppenfoto gemacht hatten. Die Thor wurde mit einer solchen Kraft an die Pier gepresst, dass die Fender, welche als Stoßdämpfer zwischen Boot und Pier wirken, einfach platt gedrückt wurden und wir einige Kratzer im Lack bekamen. Schon Tage zuvor war der Sturm als der stärkste Sturm in England seit über 30 Jahren angekündigt worden. Die Wetterdienste hatten mit ihrer Vorhersage nicht übertrieben. Nachdem die Kaltfront durchgezogen war, nahm der Wind allerdings zum Glück rasch ab und damit auch die Wahrscheinlichkeit weitere Schäden davon zu tragen. Zum Aufheitern der Stimmung gab es zum Mittagessen eine super gut schmeckende Gemüse- und eine noch besser schmeckende Spinatlasagne, so dass ich mir noch zweimal einen Nachschlag gegönnt habe. Manchmal kann eine gute Mahlzeit den ganzen Tag versüßen ;). Nach dem Essen hatten wir die Möglichkeit die schöne Stadt Ipswich weiter zu erkunden und unsere restlichen Pfunde loszuwerden. Ich für meinen Teil habe das auch ohne Probleme geschafft und diese so angelegt, dass ich vielleicht auch ein oder zwei „Pfund“ wieder zulegen könnte ;).
Später beim Abendessen wurde der Plan für den morgigen Tag vorgestellt: Früh aufstehen, früh ablegen und die Ruhe nach dem Sturm nutzen, um so schnell es geht nach Dover zu kommen. Das nächste Sturmtief ist nämlich schon auf dem Weg nach England, sodass wir nur ein kleines Zeitfenster haben, um weiter nach Westen zu kommen. „Es ist mit starkem Wind- und Gewitterböen zu rechnen“. Ich freue mich schon auf die Wellen im Englischen Kanal.
Grüße aus England, Jakob

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