Der erste Brunch

Datum: 27.10.13
Mittagsposition: 52°02,9′ N; 001°09,8′ E – Ipswich
Etmal: 0 sm
Wetter: Lufttemperatur:14 °C, Wassertemperatur: 9°C, Wind: S3,
Autor: Yannik

Der erste Brunch

Heute konnten alle – bis auf uns, die Backschaft – zur Abwechslung ausschlafen. Statt normales Frühstück und Mittagessen war Sonntagsbrunch angesagt. Das frühe Aufstehen um kurz vor sieben fiel mir nicht leicht, da man den Gedanken, dass das gesamte Schiff bis auf einen selber noch schläft, nicht aus dem Hinterkopf verdrängen kann. Aber einmal richtig geweckt und aufgestanden ist man im Kampf gegen die Müdigkeit an Bord schon gut gewappnet. Wenn sich nach den ersten zwei Stunden nach dem Aufstehen das Gähnen eingestellt hat, dann hat man zumindest bis zum Nachmittag “gewonnen“. Heute führte der erste Gang des Tages gleich in die Kombüse, um rechtzeitig anzufangen. Wir haben uns vorgenommen zum Brunch genügend Pancakes, Tomate-Mozzarella-Platten, frische Brötchen und Rührei zu servieren. Die Kombüse war mit freiwilligen Helfern und der eigentlichen Backschaft gut gefüllt. Wir haben alle Hand in Hand gearbeitet, sodass ab halb zehn Tisch und Teller gedeckt waren. Der Brunch war von Anfang bis Ende ein voller Erfolg und wir haben von allen Seiten viel Lob dafür bekommen: Jedem hat es geschmeckt und es gab tolle musikalische Beiträge. Am besten fand ich persönlich jedoch die beiden großen Pancakes mit Nutella, die den Weg auf meinen Teller fanden. Mir kam es vor als wäre heute Feiertag!
Nach dem gemeinsamen Essen haben wir uns um elf Uhr in unseren Projektgruppen getroffen. Zum Einstieg in die Arbeit gab es ein kleines Spiel: Ein Ei sollte einen Sturz aus ca. 5-8 Metern mit Hilfe eines selbstgebastelten Fluggeräts ohne Riss überstehen. Als Matthias die uns zur Verfügung gestellten Materialien auf den Tisch gelegt hatte, erschien mir dies als eine nicht allzu leichte Aufgabe. Eine zeitliche Begrenzung gab es zusätzlich noch dazu! Doch nach kurzer Zeit entwickelten wir gemeinsam im Team schon die ersten guten Ideen und von Sekunde zu Sekunde waren wir immer tiefer in die  Arbeit versunken.
Leider ist uns kurz vor Ende ein wichtiges Element unseres Fluggeräts – der Luftballon – aus Versehen beim Aufblasen geplatzt. Trotzdem haben wir den Kopf nicht hängen gelassen, sondern gut improvisiert! Das Ergebnis konnte sich denn auch wirklich sehen lassen und als wir fertig waren, war jeder ein Stück weit stolz: Großes Lob an die Gruppe!
Daraufhin musste jedes Team ihr Fluggerät in einer Präsentation den anderen KUSis vorstellen, bevor schließlich die berüchtigte Erprobung der “Flugmaschinen“ aus acht Metern Höhe folgte. Einige sehr eigenartige Konstruktionen, von denen man es nun wirklich nicht erwartet hätte, kamen unfallfrei am Boden an. So gab es zum Beispiel eine Art “chinesischen Fächer“ oder einen “selbstmörderischen Stoßdämpfer“. Unser “Bomber“ (ein Fallschirm an dem eine gepolsterte Kapsel für das Ei hängt) hat die Lücke zwischen Pier und Thor souverän ausgenutzt, um sanft im Wasser zu landen. 10 Punkte!
Mit dem Bootshaken bewaffnet haben Hennes und Kolja versucht, das Ei aus dem Wasser zu bergen. Nach gefühlten Stunden des Zitterns gelang es ihnen schließlich das Ei unbeschadet aus dem Wasser zu fischen. Welch eine Erleichterung!
Nach den Gruppen-Aktionen widmeten wir uns dann einem deutlich ernsteren Thema, dem Feuer an Bord. Nach einem einleitenden informativen Film, haben Detlev und Till unsere  Sicherheitsausrüstung vorgeführt und mit uns das Verhalten im Notfall besprochen. Ich fand es sehr interessant zu erfahren, wie man sich in welcher Situation richtig verhält und was jeder im Notfall zu tun hat. So kann ich nun noch ruhiger auf meinen gemütlichen 70 x 200 Zentimetern an Bord schlafen.

Viele liebe Grüße,

Yannik

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